MeinungFußballDiese WM ist für viele Menschen aus Iran nicht auszuhalten

Kolumne von Nava Ebrahimi

Lesezeit: 4 Min.

Selber spielen, das geht noch umstandslos: Szene aus Teheran, im Mai.
Selber spielen, das geht noch umstandslos: Szene aus Teheran, im Mai.
AFP

Lange bot das Turnier für mein Geburtsland die einzige Gelegenheit, sich positiv zu präsentieren, losgelöst von Mullahs und Revolutionsgarde. Und vereinte die Nationalmannschaft nicht das ganze Land? Vorbei.

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Nationalismus ist ein Riesenproblem, klar, aber Nationen an sich sind bereits ein Problem, sie spalten, grenzen ab, und sie tendieren dazu, Kriege zu führen. Nationalstaaten verursachen Leid, und ich würde sie am liebsten abschaffen. Nationalmannschaften hingegen empfand ich immer als unproblematisch, zumindest alle vier Jahre, wenn eine Fußballweltmeisterschaft anstand. Von der WM 1990 in Italien bis 2018 in Russland habe ich alle Wettbewerbe verfolgt. Ich hielt zu Deutschland und später auch zu Österreich, aber mit Abstand am emotionalsten war ich, wenn die iranische Elf auflief.

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