Einen Bundesminister zu entlassen, ist ein spektakulärer Schritt. Es will sorgsam abgewogen sein, ob er fachlich und politisch geboten ist, ob er dem Regierungschef hilft oder schadet. Der Schritt kommt daher nur sehr selten vor; der vor dem plötzlichen Ende einer kurzen Amtszeit stehende Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder wird Mitglied in einem sehr überschaubaren Klub. Und der Bundeskanzler geht damit ein gewisses Risiko ein.
MeinungBundesregierungMerz wagt einen richtigen Schritt – der die Zweifel an ihm vergrößert

Kommentar von Detlef Esslinger
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So lange her, aber erst 14 Monate: Patrick Schnieder legt den Eid als Verkehrsminister ab, freundlich beobachtet von Friedrich Merz.
Michael Kappeler/dpaDie Entlassung von Verkehrsminister Patrick Schnieder ist wohl nicht so willkürlich, wie sie von vielen gesehen wird. Aber mit ihr setzt sich in der CDU eine Kettenreaktion fort – was immer schwer zu steuern ist.
