MeinungStadtbild-DebatteEs ist gut, wenn Merz einen Fehler zugibt – sofern er daraus lernt

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Kommentar von Detlef Esslinger

Lesezeit: 1 Min.

Hinter ihm nur Menschen, die sich bei der Stadtbild-Debatte ganz sicher nicht gemeint fühlten: Bundeskanzler Friedrich Merz am Montagabend im ARD-Studio bei Bonn.
Hinter ihm nur Menschen, die sich bei der Stadtbild-Debatte ganz sicher nicht gemeint fühlten: Bundeskanzler Friedrich Merz am Montagabend im ARD-Studio bei Bonn. (Foto: Rolf Vennenbernd/dpa)

Der Bundeskanzler räumt einen unheilvollen Satz aus der Welt, das ist ein Zeichen von Stärke. Vielleicht sollte er sich mal an seinem Vorgänger orientieren, ein bisschen nur.

Politikerinnen und Politiker haben oft Scheu davor, einen Fehler zuzugeben. Ihre Sorge ist, dass ihnen dies als Schwäche ausgelegt wird, dass die Leute standfeste Helden wollen und die Meute bei X auf Selbstreflexion nur mit Häme und weiterer Verachtung reagiert. Es ist aber keine Schwäche, sondern Ausweis von Souveränität sowie der Fähigkeit, über sich selbst nachzudenken und Zweifel am eigenen Tun zuzulassen. Anders gesagt, es ist gut, dass Bundeskanzler Friedrich Merz am Montagabend in der ARD eingeräumt hat, mit seiner Stadtbild-Äußerung danebengelegen zu haben. „Ich hätte vielleicht früher sagen sollen, was ich konkret damit meine“, sagte er; das würde er heute anders machen.

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