Ein französischer Präsident, mächtiger Garant der Republik, sollte ja eigentlich über dem parteipolitischen Alltag schweben. Gerade vor einer Parlamentswahl. Natürlich ist das eine Illusion, das war es immer schon. Bei Emmanuel Macron aber ist es so, dass er grundsätzlich denkt, er könne alles etwas besser als alle anderen, auch wahlkämpfen und taktieren. Nun, sein Ruf in diesen Belangen leidet seit der abrupten Auflösung des Parlaments vor zwei Wochen – und das ist zurückhaltend formuliert. Selbst alte Wegbegleiter sind noch immer entgeistert, sie verstecken das auch nicht mehr.
MeinungFrankreichFür ein paar Stimmen mehr

Kommentar von Oliver Meiler
Lesezeit: 1 Min.

Präsident Macron spielt ein übles Spiel vor der Parlamentswahl: Er stellt das linke Wahlbündnis mit Sozialisten und Grünen auf eine Stufe mit den Rechtsextremisten von Le Pen.
