Frankreich, Deutschland und die Ukraine:Dringend gesucht: Emmanuel Scholz

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Zwei, die sich nicht immer einig sind, treffen am Sonntag in Deutschland aufeinander: der französische Präsident Emmanuel Macron (li.) und Bundeskanzler Olaf Scholz, hier bei einem Termin im März. (Foto: Michael Kappeler/dpa)

Paris und Berlin verfolgen bei der Unterstützung von Kiews Verteidigungskrieg unterschiedliche Strategien: Die einen knausern, die anderen zaudern. Beides ist nicht ideal.

Kommentar von Daniel Brössler

Wie es der Zufall will, hat Bundeskanzler Olaf Scholz wenige Tage vor der Ankunft von Emmanuel Macron einen Aufsatz in der britischen Zeitschrift Economist veröffentlicht. Pünktlich zum Staatsbesuch des französischen Gastes bekräftigt der Kanzler darin ein paar Grundsätze der deutschen Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg. Deutschland werde die Ukraine unterstützen, solange es nötig sei, versichert er, das solle Wladimir Putin ernst nehmen. Er wiederholt auch, die Nato suche keine Konfrontation mit Russland und werde nichts tun, was die Allianz zur Kriegspartei mache. Zufällig hat sich auch der französische Präsident vor einigen Wochen im Economist zum Krieg in der Ukraine geäußert - mit teils geradezu entgegengesetzten Positionen. Zufälle gibt es, die gibt es eben nicht.

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