Gewalt gegen Geflüchtete:Deutschland, gefährliches Land

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Gewalt gegen Geflüchtete: Wieder so ein trauriger Anlass: Bundesinnenministerin Nancy Faeser vor der abgebrannten Unterkunft für ukrainische Flüchtlinge in Groß Strömkendorf.

Wieder so ein trauriger Anlass: Bundesinnenministerin Nancy Faeser vor der abgebrannten Unterkunft für ukrainische Flüchtlinge in Groß Strömkendorf.

(Foto: Jens Büttner/dpa)

Erstmals seit 2015 steigt die Zahl der Attacken auf Asylunterkünfte. Was die Täter treibt, ist klar: rechte Gesinnung und Hass. Entscheidend aber ist die Frage, wie die Gesellschaft darauf reagieren soll.

Kommentar von Bernd Kastner

In den Tabellen sind viele Städte aufgeführt, große und kleine - Berlin, Kassel, Erkelenz, Simbach, und, und, und. Die Orte sind Tatorte. Das Bundesinnenministerium hat die Listen zusammengestellt, überschrieben mit "Angriffsziel Asylunterkunft". Deutschland ist wieder dabei, zu einem gefährlichen Land für Geflüchtete zu werden. Bürger werfen Fenster von Wohnheimen ein, beschmieren Fassaden, zünden Häuser an. Erstmals seit 2015 verzeichnet die Bundesregierung einen Anstieg solcher Taten. Zwar auf niedrigerem Niveau als in der sogenannten Flüchtlingskrise, dennoch sind die von der Linkspartei erfragten Daten alarmierend.

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