GeschichtsbildHurrikan über Florida

Joan Wallach und ihre Tochter Brenda verlassen das Trümmerfeld, das einst ein Teil des Ortes Homestead in Florida war. Hurrikan "Andrew" war Ende August 1992 über die Halbinsel gebraust und hatte mehr als 60 000 Häuser zerstört.
Joan Wallach und ihre Tochter Brenda verlassen das Trümmerfeld, das einst ein Teil des Ortes Homestead in Florida war. Hurrikan "Andrew" war Ende August 1992 über die Halbinsel gebraust und hatte mehr als 60 000 Häuser zerstört. Lynne Sladky/AP

Am 24. August 1992 zog Sturm „Andrew“ über die Halbinsel. Er galt damals als teuerste Naturkatastrophe der USA.

Von Theresa Palm

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Florida ist sturmerprobt, schließlich können von beiden Seiten, von Osten wie von Westen, Hurrikane über die Halbinsel ziehen. Am 24. August 1992 erreichte Hurrikan Andrew von Osten die Küste Südfloridas, als einer von nur vier Wirbelstürmen, die jemals in den USA als Hurrikan der Kategorie 5 Land erreichten. Es ist die höchste Stufe auf der Messskala, die Einteilung richtet sich nach der Windgeschwindigkeit. Andrew brachte Winde von 266 Kilometern pro Stunde und zerstörte auf seiner Bahn etwa 63 500 Häuser. Zu seiner Zeit galt er als teuerste Naturkatastrophe in den USA, er verursachte Schäden in Höhe von 30 Milliarden US-Dollar. Weil Andrew Ölplattformen im Golf von Mexiko beschädigte, machten deren Betreiber 500 Millionen US-Dollar Verluste. 26 Menschen kamen direkt im Sturm um, Dutzende starben an seinen Folgen. Die vergleichbar geringe Opferzahl lag auch daran, dass sich damals etwa 1,2 Millionen Menschen vorsorglich in Sicherheit gebracht hatten. Vielleicht warnten Behörden in Tampa nun auch deswegen so eindringlich vor Milton, der allerdings nur Stufe 2 erreichte: „Wenn Sie bleiben, werden Sie sterben.“ Denn egal, wie sturmerprobt Florida ist: Jeder Hurrikan verwüstet von Neuem Städte, zehrt an den Kräften und gefährdet Menschenleben. Dieser Naturgewalt kann man nur versuchen aus dem Weg zu gehen. So wie 32 Jahre später auch.

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