Wie angespannt die Lage zwischen Finnland und Russland mittlerweile ist, kann man aus einem Wort ersehen, das die finnische Außenministerin Elina Valtonen gleich zweimal im Gespräch mit deutschen Journalisten verwendete. Es ging gerade um hybride Bedrohungen, darum, dass Finnland all seine Grenzübergänge zum Nachbarland geschlossen habe, als Valtonen sagte, sie wünsche sich, dass Deutschland, das seine eigene Geschichte so gründlich aufgearbeitet habe, verstehe, "dass die Faschisten heute im Osten sind, in Russland". Später nannte sie Russland einen "faschistischen, imperialistischen Akteur". Zwei Tage später kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, man werde die Streitkräfte an der finnischen Grenze verstärken.
MeinungNordeuropa:Alte neue Front

Kommentar von Alex Rühle, Stockholm
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Ein Gegner mehr: Durch Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine ist das Verhältnis des einst neutralen Nachbarn Finnland zu Russland zerrüttet. Und der Kremlherrscher reagiert auf das selbstgeschaffene Problem wie gewohnt.
