MeinungStrafrechtEs ist Zeit, dass jeder Femizid als das bestraft wird, was er ist: Mord

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Kommentar von Wolfgang Janisch

Lesezeit: 1 Min.

Ein Femizid, das ist die Tötung von Frauen aus frauenfeindlichen Motiven.
Ein Femizid, das ist die Tötung von Frauen aus frauenfeindlichen Motiven. Sebastian Gollnow/dpa

Die SPD will im Gesetz klarstellen, wie die Tötung von Frauen aus sexistischen Motiven zu bestrafen ist. Das könnte den Blick der Gerichte für die wahren Hintergründe solcher Verbrechen schärfen.

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Das Strafrecht ist so etwas wie die Brille, durch die Richterinnen und Richter auf die Welt blicken. Es nimmt Wertungen vor und trifft Unterscheidungen zwischen Gut und Böse, zwischen Recht und Unrecht. Die SPD-Fraktionen in Bund und Ländern attestieren dieser Sehhilfe nun eine beträchtliche Unschärfe, und zwar dort, wo es um die Tötung von Frauen aus frauenfeindlichen Motiven geht. Sie fordern, dass ein solcher „Femizid“ künftig als das bestraft wird, was er ist – als Mord.

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Gewalt gegen Frauen
:Sollten Femizide immer als Mord bestraft werden?

SPD und Union wollen beide eine Reform des Mordparagrafen, allerdings auf verschiedene Art. Richter sehen noch ein ganz anderes Problem.

SZ PlusVon Robert Roßmann und Vivien Timmler

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