Aktuelles Lexikon:Nachtflugverbot

Damit Anwohner besser schlafen können, dürfen Maschinen an vielen Flughäfen nachts nicht starten. In Berlin wurde deshalb eine Maschine mit dem Team des FC Bayern an Bord gestoppt.

Von Robert Roßmann, Berlin

Wer jemals in der Einflugschneise eines Großflughafens gewohnt hat weiß um die Belastungen, die damit einhergehen. An den Lärm der Maschinen gewöhnt man sich nie, das gilt insbesondere für den Flugverkehr in der Nacht. Studien belegen, dass mit der Lärmbelastung auch die Zahl der Herz- und Kreislauferkrankungen steigt. Der Deutsche Ärztetag hat die Regierungen von Bund und Ländern deshalb bereits 2012 aufgefordert, die Bevölkerung "nachhaltig und umfassend vor den Folgen des Flugverkehrs durch Flugzeugabgase und Lärmemissionen zu schützen". Am Flughafen Berlin Brandenburg gibt es - wie an vielen anderen Airports - ein Nachtflugverbot. Es gilt von Mitternacht bis fünf Uhr.

Diese Regelung hat jetzt dem FC Bayern Probleme bereitet. Die Spieler wollten in der Nacht von Freitag auf Samstag zur Klub-WM nach Katar fliegen. Die Bitte um Startfreigabe für ihren Flug ging um 0:03 Uhr an den Tower - die Maschine mit den Bayern-Spielern durfte deshalb nicht mehr starten. Zum Leidwesen der Anwohner sind die Nachtflugverbote aber nicht so strikt, wie man es wegen des Umgangs mit dem FC Bayern meinen könnte. Auch in Berlin gelten Ausnahmen. In den ersten beiden Betriebsmonaten des neuen Flughafens gab es deshalb fast 100 Starts und Landungen in den Nachtstunden - es waren vor allem Postflüge.

© SZ
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