Geldpolitik:Die Inflation ist gekommen, um zu bleiben

Geldpolitik: EZB-Präsidentin Christine Lagarde

EZB-Präsidentin Christine Lagarde

(Foto: Frederick Florin /AFP)

Für die EZB sind 2022 unbequeme Entscheidungen nötig, denn die Geldentwertung bleibt wohl kein vorübergehendes Phänomen. Christine Lagarde muss nun Mut zeigen.

Kommentar von Judith Wittwer

Große Krisen zwingen zu mutigen Entscheidungen. Mario Draghi rettete als Präsident der Europäischen Zentralbank mit seinem beherzten Whatever it takes den Euro in der Schuldenkrise. Danach verteidigte die EZB mittels ultralockerer Geldpolitik und Notkaufprogrammen die Währungsunion. Der expansiv-aktivistische Kurs fand in der Pandemie seine Fortsetzung. Jetzt haben sich Finanzsystem und Euro-Raum zumindest vordergründig stabilisiert, aber die Inflation erreicht immer neue Höhen. Draghi-Nachfolgerin Christine Lagarde hält indes stur an ihrer Nullzinspolitik fest. Muss es also erst wieder eine große Krise geben, ehe eine mutige Entscheidung fällt?

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