MeinungKrieg in der UkraineSoll Merkel für Europa verhandeln? Das ist die falsche Frage

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Kommentar von Daniel Brössler

Lesezeit: 2 Min.

Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach beim WDR-Europaforum in Berlin über die Rolle Europas bei Verhandlungen mit Moskau.
Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach beim WDR-Europaforum in Berlin über die Rolle Europas bei Verhandlungen mit Moskau.
Sean Gallup/Getty Images

Die öffentliche Suche nach einem europäischen Unterhändler lenkt davon ab, dass Wladimir Putin immer noch nicht zu Verhandlungen bereit ist. Der Druck auf ihn aber steigt.

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Wer auf ein Ende des russischen Krieges gegen die Ukraine hofft, sollte nicht vergessen, wie dieser begonnen hat. Am Anfang stand ein riesiges von Wladimir Putin errichtetes Kartenhaus aus Lügen wie jenen, dass die Ukraine gar keine Nation sei, in Kiew eine vom Westen gesteuerte Nazi-Junta herrsche und an den Russen im Donbass ein Völkermord verübt werde. Diese Lügen dienten der Rechtfertigung des Überfalls. Andere Lügen gehörten in die Kategorie Selbstbetrug. In seiner Annahme, die Ukraine innerhalb weniger Tage unterjochen zu können, fiel Putin der eigenen Propaganda zum Opfer.  Während er seine Männer seit mehr als vier Jahren an der Front verheizt, muss Putin erkennen, wie sehr er nicht nur den Widerstandswillen der Ukrainer unterschätzt hat, sondern auch Europa.

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