Es gibt in den USA die Tradition, dass der Senat die wichtigsten Minister eines neuen Präsidenten rasch bestätigt – selbst dann, wenn die Oppositionspartei die Parlamentskammer beherrscht. Die Logik dahinter geht so: Amerika ist eine Weltmacht, die sich nach einer Wahl kein lähmendes Interregnum leisten kann. Deswegen kann ein neuer Präsident damit rechnen, dass er schon wenige Tage nach dem Amtsantritt – laut Verfassung stets der 20. Januar – zumindest einen offiziell bestallten Außen-, Verteidigungs- und Finanzminister hat. Schaut man sich die momentan nicht so rosigen Zustände auf dem Planeten Erde an, klingt das vernünftig.
MeinungEU-ParlamentDie Welt schaut auf Amerika, Europa schaut auf sich selbst

Kommentar von Hubert Wetzel
Lesezeit: 2 Min.

Die EU trödelt bei der Bestätigung der neuen Kommission. Besonders angesichts eines möglichen Wahlerfolgs von Donald Trump in den USA ist das verantwortungslos.
