MeinungNach MachtwechselDie EU darf Ungarn jetzt nicht einfach so Milliarden überweisen

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Kommentar von Josef Kelnberger

Lesezeit: 2 Min.

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán wusste auf dem EU-Gipfel im Dezember 2023, wann es Zeit ist, den Sitzungssaal mal zu verlassen. 
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán wusste auf dem EU-Gipfel im Dezember 2023, wann es Zeit ist, den Sitzungssaal mal zu verlassen.  Omar Havana

Klar, der Orbán-Bezwinger Magyar verdient alle Hilfe und auch einen gewissen Vertrauensvorschuss. Doch noch wichtiger ist: Europa darf nie wieder seine rechtsstaatlichen Prinzipien verscherbeln.

Viktor Orbán verlässt den Sitzungssaal und geht zur Toilette. Dieser Moment vom Brüsseler EU-Gipfel am 14. Dezember 2023 zählt zum europapolitischen Erbe des ungarischen Ministerpräsidenten. Orbán machte damals den 26 anderen Staats- und Regierungschefs den Weg frei, einstimmig die Beitrittsgespräche mit der Ukraine zu ermöglichen. Und die Europäische Union, so hatte es den Anschein, entlohnte den Ungarn, der den Beitritt der Ukraine strikt ablehnte, mit zehn Milliarden Euro.

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