Die Menschen pflegen ein widersprüchliches Verhältnis zum Wald: Sie wissen, dass Wälder eine Lebensgrundlage sind. Denn diese produzieren Sauerstoff, bieten in Südamerika Jaguar und in Europa Schwarzspecht, Orchideen und Bärlauch einen Lebensraum und dienen als Kohlenstoffspeicher, der die Klimaerwärmung abmildert. All dies hindert die Menschen aber nicht daran, diese Wunderwelt zu roden. Allein im Jahr 2024 gingen laut World Wide Fund For Nature (WWF) weltweit 8,1 Millionen Hektar Wald verloren, das entspricht der Fläche Österreichs.
MeinungEntwaldungsverordnungWer schützt jetzt den Ort, wo Jaguar und Schwarzspecht hausen?

Kommentar von Johanna Pfund
Lesezeit: 3 Min.

Die Europäische Union wollte die Wälder in aller Welt besser vor Rodung bewahren. Nun traut sie sich nicht mehr, das durchzusetzen. Für die Natur ist das dramatisch.
