MeinungEuropaVorteil Brüssel, jedenfalls scheinbar

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Kommentar von Stefan Kornelius

Lesezeit: 3 Min.

Spricht von europäischer Souveränität und setzt alles aufs Spiel: Emmanuel Macron.
Spricht von europäischer Souveränität und setzt alles aufs Spiel: Emmanuel Macron. Ludovic Marin/dpa

Trump und Putin vor den Toren, im Inneren wächst der Nationalismus, und in Frankreich könnte alles kippen: Die EU reagiert mit Entschlossenheit, die an Verzweiflung grenzt.

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Europa steckt voller überraschender Gegensätze in diesen Tagen. Üblicherweise ist die Wahl zum Europäischen Parlament ein kleiner Akt der nationalen politischen Rebellion ohne signifikante Folgen. Eine Protestwahl ohne Risiko, gefolgt vom Fingerhakeln der Mitgliedsstaaten um Jobs und Proporz. In diesem Jahr ist das anders. Im Parlament selbst entfaltet die Wahl tatsächlich eine geringe Wirkung – die Verhältnisse in der Kammer haben sich ein wenig verschoben, sie sind nicht gekippt. Aber die innenpolitischen Effekte in den Mitgliedsstaaten sind nicht zu unterschätzen. 

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Viele dachten, wenn die Jungen wählen, wird es nicht ganz so schlimm mit dem Rechtsruck. Jetzt wurde es mit ihnen noch schlimmer. Dann sollen sie mal erklären, warum man mit sechzehn oder vierundzwanzig die AfD wählt.

SZ PlusVon Elisa Schwarz, Josef Wirnshofer (Text) und Lorenz Mehrlich (Fotos)

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