EU:Naturschutz und anderes Gedöns

Lesezeit: 3 min

Ein Landwirt bringt hier Pestizide auf einem Feld aus. Die EU wollte den Einsatz solcher Mittel eigentlich reduzieren. (Foto: Patrick Pleul/picture alliance/dpa/dpa-Zentral)

Im Angesicht der Bauernproteste wird Umweltschutz in Brüssel von einer Verpflichtung zu einer freiwilligen Leistung. Das wird sich nach den Europawahlen rächen.

Kommentar von Josef Kelnberger

Fasst man die Brüsseler Politik der vergangenen Wochen mit ein wenig Sarkasmus zusammen, so lautet die Botschaft: Jetzt ist die Zeit der grünen Spinnereien aber endgültig vorbei. Jetzt gilt es erst einmal, den Kriegsherrn Putin in die Knie zu zwingen, militärisch unabhängig von den USA zu werden, die europäische Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen, also die wirklich wichtigen Dinge in Europa zu erledigen. Und dazu gehört an vorderster Stelle das Wohlergehen der Landwirtschaft. Soll deshalb bloß niemand den Bauern mit Umweltschutz kommen. Die wissen selbst am besten, was gut für sie selbst und für Europa ist.

Zur SZ-Startseite

EU-Agrarreform
:Bauernwut macht Wunder möglich

Die europäischen Agrarminister ermöglichen im Schnellverfahren eine Aufweichung der Ökoregeln. Cem Özdemir verfolgt es mit Unbehagen, aber steht damit weitgehend alleine da.

Von Josef Kelnberger

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: