Seit 70 Jahren gibt es den Eurovision Song Contest, und zum Jubiläum hat auch „Hart aber fair“ ihm eine Sendung gewidmet. „Mehr als Musik: Wie politisch ist der ESC?“, fragte Moderator Louis Klamroth, es sollte um die Teilnahme Israels gehen und den deshalb stattfindenden Boykott von fünf Rundfunkanstalten. Doch der als Gast geladene stellvertretende bayerische Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) betonte lieber etwas ganz anderes. Er sei kein großer Fan der Veranstaltung, in den vergangenen Jahren sei viel kaputtgemacht worden. Als Beispiel führt er Conchita Wurst an: Die Kunstfigur gewann 2014 für Österreich. Eine Frau mit Bart, für Aiwanger der Beweis, dass da „das Musikalische verloren geht und immer mehr der Klamauk in den Vordergrund gerückt wurde“.
MeinungEurovision Song ContestDer ESC ist kein „Klamauk“, er ist wichtig für Europa
Kommentar von Marie Gundlach
Lesezeit: 2 Min.

Der Gesangswettbewerb bringt seit 70 Jahren die verschiedensten Menschen zusammen. Er hat mehr für das europäische Lebensgefühl getan als manch bayerischer Politiker.
