Mehr als zehn Meter hoch waren die Wellen des Tsunamis, der am frühen Morgen des 23. Mai 1960 über die hawaiianische Küstenstadt Hilo hereinbrach. 61 Menschen starben, Hunderte Häuser wurden zerstört. Auslöser war ein Erdbeben, das sich 15 Stunden zuvor in der Region Valdivia in Südchile ereignet hatte. Mit einer Magnitude von 9,5 führt es bis heute die Liste der stärksten jemals gemessenen Erdbeben an. Seine Auswirkungen reichten bis an die Küste Japans und der Philippinen. Entsprechend groß war die Sorge, als Seismologen in der Nacht auf vergangenen Mittwoch deutscher Zeit ein Beben vor der russischen Halbinsel Kamtschatka registrierten, das mit der Stärke 8,8 auf Platz sechs der Liste steht. Mittlerweile gibt es Tsunami-Warnungen im gesamten Pazifikraum. Auch auf Hawaii wurden die Bewohner aufgefordert, die Küste zu verlassen. Nach einigen Stunden stuften die Behörden die Warnungen allerdings herunter. Die Tsunamis waren diesmal vergleichsweise klein.
Vor der russischen Halbinsel Kamtschatka hat sich eines der schwersten je gemessenen Erdbeben ereignet - doch die Folgen bleiben relativ überschaubar. Warum? Was im Pazifik passiert ist.