MeinungFinanzen:Die reichen Erben werden den Sozialstaat nicht retten, egal wie saftig man sie besteuert

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Kommentar von Bastian Brinkmann

Lesezeit: 2 Min.

Wo ist was zu holen? Der Weg ist jedenfalls nicht so eindeutig, wie es manchmal aussieht.
Wo ist was zu holen? Der Weg ist jedenfalls nicht so eindeutig, wie es manchmal aussieht. (Foto: Soeren Stache)

Höhere Renten? Zahlen die Bonzen! Pflege und Gesundheit werden immer teuer? Zahlen die Bonzen! Mit der Realität haben diese Wünsche nichts zu tun.

Die Erbschaftsteuer muss mehr Biss bekommen. Bisher können wohlhabende Firmenerben einen Steuertrick nutzen und müssen somit gar nichts zahlen, wenn sie sich richtig anstellen. Um das zu schaffen, müssen die Erben – pointiert gesagt – dem Finanzamt einen Stichtag melden und an diesem Datum ihr privates Konto leer räumen. Wenn dort zu wenig Geld liegt, um die eigentlich fällige Erbschaftsteuer zu zahlen, wird sie ihnen erlassen. Diese kuriose Regel heißt Verschonungsbedarfsprüfung. Die entsprechende Statistik zeigt jedes Jahr, dass das Missbrauchspotenzial dieser Regel offensichtlich ist.

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SZ PlusVon Claus Hulverscheidt

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