Die Erbschaftsteuer muss mehr Biss bekommen. Bisher können wohlhabende Firmenerben einen Steuertrick nutzen und müssen somit gar nichts zahlen, wenn sie sich richtig anstellen. Um das zu schaffen, müssen die Erben – pointiert gesagt – dem Finanzamt einen Stichtag melden und an diesem Datum ihr privates Konto leer räumen. Wenn dort zu wenig Geld liegt, um die eigentlich fällige Erbschaftsteuer zu zahlen, wird sie ihnen erlassen. Diese kuriose Regel heißt Verschonungsbedarfsprüfung. Die entsprechende Statistik zeigt jedes Jahr, dass das Missbrauchspotenzial dieser Regel offensichtlich ist.
MeinungFinanzen:Die reichen Erben werden den Sozialstaat nicht retten, egal wie saftig man sie besteuert

Kommentar von Bastian Brinkmann
Lesezeit: 2 Min.

Höhere Renten? Zahlen die Bonzen! Pflege und Gesundheit werden immer teuer? Zahlen die Bonzen! Mit der Realität haben diese Wünsche nichts zu tun.

Gerechtigkeit:Warum eine Reform der Erbschaftsteuer so kompliziert ist
Es klingt einfach: mehr Geld für den Staat, indem man insbesondere große Erbschaften stärker besteuert. Die Grünen im Bundestag haben jetzt 22 Reformvarianten durchrechnen lassen, doch es stellt sich heraus – jede hat Nachteile.
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