MeinungKatherina Reiche:Der Rückgriff auf fossile Energieträger ist inakzeptabel

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Kommentar von Nakissa Salavati

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Mit markanten Plakaten protestieren Gegner auf der Fläche der geplanten Erdgasbohrungen in Reichling, Landkreis Landsberg am Lech.
Mit markanten Plakaten protestieren Gegner auf der Fläche der geplanten Erdgasbohrungen in Reichling, Landkreis Landsberg am Lech. (Foto: Johannes Simon)

Deutschland könnte aus der Energiewende so viel herausholen: Innovationen, Jobs, Unabhängigkeit. Die Wirtschaftsministerin  verlässt sich stattdessen auf Erdgas, sogar aus dem eigenen Boden.

Borkum und Bayern haben eine Sache gemeinsam. Ja, das Meer dort und die Berge hier sind so schön, dass viele Menschen auf der Nordseeinsel und im Freistaat Ferien machen. Aber das ist nicht gemeint: Beide Orte sind vielmehr Schauplätze einer gestrigen, peinlichen Energiepolitik. Sowohl auf Borkum als auch in Bayern soll nach Erdgas gebohrt werden, jenem fossilen Brennstoff, den diejenigen, die damit Geld verdienen, als besonders klimafreundlich verkaufen, also im Vergleich zur Kohle jedenfalls. Verantwortlich für die Bohrungen sind zwar die jeweiligen Landesregierungen, in Niedersachsen übrigens auch ein grüner Energieminister. Aber die Bundesregierung hat ebenfalls ihren Anteil. Denn Wirtschaftsministerin Katherina Reiche vermittelt bei jeder Gelegenheit den Eindruck, der Rückgriff aufs Fossile sei nach einer Energiegaskrise und mitten in einer Klimakrise eine akzeptable Lösung.

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