Sanktionen:Doch Druschba bleibt

Sanktionen: Mit "Freundschaft" verbunden: Die Erdölraffinerie auf dem Industriegelände der PCK-Raffinerie GmbH in Schwedt.

Mit "Freundschaft" verbunden: Die Erdölraffinerie auf dem Industriegelände der PCK-Raffinerie GmbH in Schwedt.

(Foto: Patrick Pleul/picture alliance/dpa)

Eigentlich darf Russland von den Öllieferungen über die Pipeline namens "Freundschaft" nach Deutschland nicht mehr profitieren. Tut es aber wohl doch. Die Bundesregierung nimmt das in Kauf.

Kommentar von Mauritius Much

Freundschaft ist ein großes Wort. Es ist kein Zufall, dass die Ölpipeline, die den Nordosten Deutschlands seit den 1960er-Jahren mit russischem Rohöl versorgte, auf Russisch genau diesen Namen trägt: Druschba. Damit wollten die am Projekt beteiligten kommunistischen Staaten des Warschauer Pakts ihre gegenseitige Verbundenheit ausdrücken.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusExklusivSanktionen
:Fließt noch russisches Öl nach Deutschland?

Infolge des Angriffs auf die Ukraine sind keine Ölgeschäfte mehr mit Russland erlaubt. Im Fall der Raffinerie in Schwedt kann der Zoll jedoch offenbar nicht mehr so genau hinschauen, ob dort doch noch russisches Rohöl ankommt - auf Anweisung von oben. 

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: