MeinungProzessDie tödlichen Polizeischüsse in Dortmund offenbaren ein strukturelles Problem

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Kommentar von Ronen Steinke

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Auf der Bank der Nebenkläger: die Brüder des getöteten Mouhamed Dramé, ein Übersetzer und ihre Anwältin.
Auf der Bank der Nebenkläger: die Brüder des getöteten Mouhamed Dramé, ein Übersetzer und ihre Anwältin. Rolf Vennenbernd/dpa

Es bleibt voreilig, der Polizei nach dem tödlichen Schuss generellen Rassismus vorzuwerfen. Ein grundsätzliches Problem ist zwar kaum zu bestreiten – aber es ist ganz anderer Art.

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Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, der sieht in jedem Problem einen Nagel. So war das, als schwer bewaffnete Polizisten im August 2022 in einen Dortmunder Hinterhof gerufen wurden, in dem ein Jugendlicher aus Senegal kauerte. Der Jugendliche war offenbar nicht ganz bei sich, wirkte apathisch, er hielt sich ein langes Messer vor seinen nackten Bauch. Reglos, 20 Minuten vergingen, 30 Minuten. Suizidgefahr?

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