MeinungUSADie Märkte sind mächtiger als Trump

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Kommentar von Ann-Kathrin Nezik

Lesezeit: 3 Min.

Öffentlich loben, in Wirklichkeit weiter einfach das tun, was gut fürs Geschäft ist: Apple-Chef Tim Cook (links) zu Gast bei Donald Trump.
Öffentlich loben, in Wirklichkeit weiter einfach das tun, was gut fürs Geschäft ist: Apple-Chef Tim Cook (links) zu Gast bei Donald Trump. SAUL LOEB/AFP

Der US-Präsident wär so gern ein König. Aber der Kapitalismus lässt ihn nicht.

Er wäre so gern ein König. Und Donald Trump hat es auch schon sehr weit geschafft. Die Republikaner im Kongress erfüllen ihm beinahe jeden Wunsch. US-Außenminister Marco Rubio trägt ehrfürchtig die viel zu großen Lederschuhe, die ihm der US-Präsident offenbar geschenkt hat. Selbst die Richter des Supreme Court wagen nur hin und wieder mal Widerspruch gegen Trump. Viel fehlt also nicht mehr, bis die bald 250 Jahre alte amerikanische Demokratie von der Regentschaft Donald I. abgelöst wird – wäre da nicht diese eine Kraft, die sich Trump beharrlich widersetzt. Die Rede ist vom Kapitalismus. Die Unternehmen, die Weltwirtschaft, die Konsumenten – sie alle weigern sich, das zu tun, was Trump von ihnen verlangt.

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