Wer sich mit Inklusion beschäftigt, wer sich also damit befasst, wie eine gute Zukunft für Menschen mit Behinderung aussieht, der stößt bald auf das aus dem Amerikanischen stammende Wort Ableismus. Es spricht sich so: Ai-be-lis-mus. Es ist dies ein Wort, das für offene und versteckte Diskriminierung steht und das sich vom angloamerikanischen Begriff für Fähigkeit, nämlich „ability“ ableitet – „to be able“. Dieser Ableismus reduziert einen Menschen auf seine echte oder angebliche Beeinträchtigung. Er grenzt alle Menschen aus, die nicht einer vermeintlichen Normalität entsprechen, die also von der angeblichen körperlichen oder geistigen Norm abweichen; der Ableismus wertet alle Menschen ab, die nicht die als wesentlich betrachteten Fähigkeiten haben; all diese Menschen werden vom Ableismus als beeinträchtigt, als gestört und behindert kategorisiert, diskriminiert und exkludiert. Ableistisch wird es auch dann, wenn „geistig behindert“ von einer Beschreibung zum Schimpfwort mutiert – ob für Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen oder für Menschen mit anderer Meinung, wie Donald Trump das macht.
MeinungGesellschaftDonald Trumps Kampagne ist ein Musterbeispiel für Exklusion

Kolumne von Heribert Prantl
Lesezeit: 4 Min.

Warum der Wahlkampf des Republikaners nicht nur in den USA, sondern weltweit schweren Schaden anrichtet, wie aus Leitmedien Leidmedien werden – und was dagegen zu tun ist.
