MeinungDeutschlandIn keiner Partei darf es Spuren von Antisemitismus geben. Bei der Linken gibt es sie

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Kommentar von Christian Zaschke

Lesezeit: 2 Min.

Das Assoziierungsabkommen mit Israel aussetzen? Das ist eine der Fragen, bei denen die Parteivorsitzende Ines Schwerdtner eine klare Antwort verweigert.
Das Assoziierungsabkommen mit Israel aussetzen? Das ist eine der Fragen, bei denen die Parteivorsitzende Ines Schwerdtner eine klare Antwort verweigert. (Foto: Foto: Hendrik Schmidt/Hendrik Schmidt/dpa)

Offiziell haben Ines Schwerdtner und Co. in dieser Frage eine klare Linie. Aber wenn es konkret wird, zum Beispiel aus Anlass des Gaza-Kriegs, kommen sie oft heftig ins Schwimmen.

In dieser Woche ist Heidi Reichinnek in Sachsen-Anhalt unterwegs. Für die Veranstaltung „Talk und Tanz mit Heidi“ am Mittwochabend in Magdeburg standen die Leute bereits drei Stunden vor Beginn in langen Schlangen an. Reichinnek, die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, sprach unter anderem über Mieten, Krankenversicherungen und Feminismus; zwischendurch überraschte sie mit der Aussage, dass die Bundeswehr als Verteidigungsarmee gut ausgestattet sein solle. Das wurde alles freundlich beklatscht, teils bejubelt, und man kann ohne Übertreibung sagen, dass bei keiner anderen deutschen Partei in diesem Sommer eine so gelassen gute Laune herrscht. Wenn, ja wenn da nur diese ewige Frage nicht wäre: Nun sag, wie hast du’s mit dem Antisemitismus?

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Sie werde nicht einfach verschwinden, sagte Sahra Wagenknecht im März. Und verschwand. Jetzt ist sie zurück – und mit ihr die Frage: Was soll aus dem Bündnis werden, das ihren Namen trägt?

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