MeinungDeutschland und Donald TrumpNichts wird so einfach wieder gut

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Kommentar von Daniel Brössler

Lesezeit: 3 Min.

Wo geht’s lang? Der amerikanische Präsident Donald Trump und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) weisen bei einem Treffen Anfang März in Washington in unterschiedliche Richtungen.
Wo geht’s lang? Der amerikanische Präsident Donald Trump und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) weisen bei einem Treffen Anfang März in Washington in unterschiedliche Richtungen. Guido Bergmann/dpa

In seinem Verhältnis zum amerikanischen Präsidenten ist der Kanzler jetzt in der Wirklichkeit angelangt. Die USA sind für das Projekt eines vereinten Europas weder Freund noch Verbündeter, sondern sogar ein Feind.

Seine enorme Erleichterung über die kurz vor Ablauf eines Ultimatums im Iran-Krieg vereinbarte Waffenruhe hat der deutsche Außenminister am Mittwoch in einer christlich gefärbten Wortwahl anklingen lassen. Wenige Tage nach Ostern bezeichnete der CDU-Politiker Johann Wadephul die von Pakistan vermittelte Einigung als  „frohe Botschaft“.  So verständlich die Freude darüber war, dass die Waffen für zunächst zwei Wochen schweigen sollen und der amerikanische Präsident erst einmal von der angedrohten Auslöschung „einer ganzen Zivilisation“ absieht, irritierte doch der Überschwang. Nichts wäre törichter als die Illusion, nun werde alles gut. Nichts wird so einfach wieder gut.

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