MeinungDeutschlandEverybody’s Darling? Das war einmal

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Kommentar von Nicolas Richter

Lesezeit: 3 Min.

So sehen Leute aus, die gerade verloren haben: Außenminister Johann Wadephul und die Mitglieder der deutschen Delegation am Mittwoch in der UN-Vollversammlung in New York.
So sehen Leute aus, die gerade verloren haben: Außenminister Johann Wadephul und die Mitglieder der deutschen Delegation am Mittwoch in der UN-Vollversammlung in New York. Michael Kappeler/dpa

Die Bundesrepublik blieb lange darauf ausgerichtet, von möglichst vielen gemocht zu werden. Die Niederlage bei den Vereinten Nationen zeigt: Das funktioniert nicht mehr. Aber das muss keineswegs schlimm sein.

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In ihrem Streben nach Anerkennung sind die Deutschen nie so weit gekommen wie 2006 bei der Fußball-WM im eigenen Land. Alle waren begeistert, selbst englische Fans lobten die deutsche Hilfsbereitschaft. Plötzlich waren die Deutschen nicht mehr humorlose Streber, sondern Party-Patrioten, die sogar Italien den Pokal gönnen konnten. So hatte die Welt das historisch belastete Land noch nie wahrgenommen, und das globale Entzücken über die netten Krauts schien den Deutschen noch viel besser zu tun, als es ein Titelgewinn je vermocht hätte.

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