MeinungDeutschlandDie 80-Prozent-Äußerung des Kanzlers hat Schaden angerichtet

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Kolumne von Heribert Prantl

Lesezeit: 4 Min.

Und dann war der Satz in der Welt: Der Präsident der syrischen Übergangsregierung, Ahmed al-Scharaa, und Bundeskanzler Friedrich Merz bei der gemeinsamen Pressekonferenz.
Und dann war der Satz in der Welt: Der Präsident der syrischen Übergangsregierung, Ahmed al-Scharaa, und Bundeskanzler Friedrich Merz bei der gemeinsamen Pressekonferenz. Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Friedrich Merz’ Einlassung über die umfassende Rückkehr von Syrern in ihr Heimatland verunsichert nicht nur die potenziell betroffenen Menschen – sondern alle mit internationaler Familiengeschichte.

Das Wort „Narrativ“ gehört zu den Modewörtern der letzten Jahre. Von „Narrativen“ wird besonders gern geredet, wenn es um Migration geht. Da gibt es das „Massenmigrationsnarrativ“, das behauptet, die Migration sei außer Kontrolle. Da gibt es das „Bedrohungsnarrativ“, das Migration als Gefahr für Sicherheit, Arbeitsplätze, die Kultur und den gesellschaftlichen Zusammenhalt beschreibt. Da gibt es auch das „Integrationsdefizit-Narrativ“, das vor allem vom Scheitern von Integration erzählt. Es sind dies mächtige negative Narrative. Die positiven Narrative, die davon handeln, wie sehr Deutschland von der Zuwanderung profitiert und wie dringend Deutschland Zuwanderung braucht, können sich dagegen kaum durchsetzen.

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