MeinungNina WarkenDie Ministerin möchte tatsächlich bei den pflegenden Angehörigen sparen

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Kommentar von Rainer Stadler

Lesezeit: 2 Min.

Gute Pflege ist zugewandt, aber vor allem auch sehr anstrengend.
Gute Pflege ist zugewandt, aber vor allem auch sehr anstrengend. Oliver Berg/dpa

Die Pflegekassen stecken tief im Minus, aber wie das Milliardenloch füllen? Na klar, man nehme bei jenen, die ohnehin schon den größten Teil der Arbeit erledigen. Das ist widersinnig.

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Vor gut einem Jahr erklärte Familienministerin Karin Prien (CDU), die Pflege in Deutschland werde angesichts der demografischen Entwicklung nicht allein von Fachkräften zu bewältigen sein. Besonders neu war die Erkenntnis nicht. Seit vielen Jahren wird das Gros der pflegebedürftigen alten Menschen von ihren Angehörigen versorgt. Aber die Ministerin zog daraus einen Schluss, der eine Zeitenwende in der Pflege andeutete: Weil viele Angehörige wegen ihrer Zusatzbelastung beruflich zurückstecken müssten, sollten sie künftig Pflegegeld als Lohnersatz erhalten. Deutschland habe daran ein „riesiges Interesse“, sagte Prien. Im damals gerade unterschriebenen Koalitionsvertrag war von einem Familienpflegegeld die Rede, dessen Einführung geprüft werde.

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