MeinungDeutschlandDer gemächliche Umgang mit der organisierten Kriminalität erstaunt

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Kommentar von Ronen Steinke

Lesezeit: 2 Min.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) stellt am Dienstag einen Bericht zur organisierten Kriminalität in Deutschland vor.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) stellt am Dienstag einen Bericht zur organisierten Kriminalität in Deutschland vor.
Annette Riedl/dpa

2,8 Milliarden Euro Schaden sollen kriminelle Netzwerke im vergangenen Jahr angerichtet haben. Die Frage ist, warum die Bundesregierung nicht nach italienischem Vorbild handelt.

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In Japan heißen die Verbrechersyndikate Yakuza – der Name ist eine Anspielung auf ein altes Kartenspiel, bei dem man Geld gewinnen konnte. Die Yakuza-Mitglieder heute machen überaus lukrative Geschäfte. Mit Blick auf die organisierte Kriminalität konnten sich die japanischen Ermittler dennoch jahrzehntelang zu einem Lob durchringen: Das sei besser als unorganisierte Kriminalität. Die Bosse werden in dem Land oft pfleglich behandelt, nicht etwa, weil die Behörden korrupt wären. Sondern weil sie gelegentlich auch einen Vorzug darin sehen, dass die Unterwelt straff organisiert ist. Da kommt’s zu weniger Überraschungen, weniger Chaos; immerhin.

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