MeinungAntisemitismusEs ist keine gute Idee, die Leugnung des Existenzrechts Israels zu verbieten

Portrait undefined Ronen Steinke

Kommentar von Ronen Steinke

Lesezeit: 2 Min.

Ein Mann schwenkt am Strand von Tel Aviv eine israelische Flagge am Unabhängigkeitstag, der dieses Jahr auf den 22. April fiel.
Ein Mann schwenkt am Strand von Tel Aviv eine israelische Flagge am Unabhängigkeitstag, der dieses Jahr auf den 22. April fiel. Florion Goga/Reuters

Der Vorstoß aus Hessen ist eine schlechte Idee. Denn falsche Überzeugungen ändert man nur durch Widerspruch, nicht durch erzwungenes Schweigen.

SZ bei Google bevorzugen

Einer der berühmtesten Denker zur Meinungsfreiheit, Louis D. Brandeis, der erste jüdische Richter am Supreme Court der USA, riet einst: Wenn Leute Abstruses oder Herzloses äußern, dann macht eurerseits den Mund auf und widersprecht. Das ist für das Publikum viel überzeugender, als wenn ihr nach staatlicher Sprachkontrolle ruft. Das beste Mittel gegen bad speech, so schrieb der Amerikaner, der in Louisville, Kentucky, geboren worden war, aber zeitweise auch ein Gymnasium in Dresden besucht hatte, sei more speech, not enforced silence. Also: Widerspruch, nicht erzwungenes Schweigen. Denn nur durch Diskussion und Aufklärung könne man Überzeugungen ändern.

Zur SZ-Startseite

Debatte
:Das Wort dafür heißt Feigheit

Anschläge, Morddrohungen, Absagen von Veranstaltungen: Gewöhnen wir uns daran, dass der Antisemitismus jüdisches Leben in Deutschland gefährdet?

SZ PlusEssay von Peter Laudenbach

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: