MeinungSteigender FleischverzehrWas ist aus all den Flexitariern geworden?

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Kommentar von Marlene Weiß

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Frischetheke in einem Supermarkt: Die Deutschen essen wieder mehr Fleisch.
Frischetheke in einem Supermarkt: Die Deutschen essen wieder mehr Fleisch. Oliver Berg/dpa

Lange ging der Konsum von Schnitzel und Co. in Deutschland zurück, jetzt steigt er wieder. Aber statt eines neuen Currywurst-gegen-Tofu-Grundsatzstreits: ein Vorschlag zur Güte.

Man bekommt ja als debattengeprüfter Mensch erst mal einen Schreck bei der Nachricht „Fleischverzehr steigt“. Geht jetzt das alte Drama um Veggie-Day versus Currywurst von vorne los? Dabei war das doch beigelegt, so jedenfalls sah es lange aus. Bis vor rund zehn Jahren lag der Fleischverzehr jährlich in Deutschland bei mehr als 60 Kilogramm pro Kopf. Dann ging er zurück auf nur noch knapp 53 Kilogramm. Parallel schien der ewige Fleischesser-gegen-Veganer-Streit an Schärfe zu verlieren, auf Flexitarismus konnten sich viele einigen – also die bewusste Reduktion des eigenen Fleischkonsums, ohne komplett darauf zu verzichten. Aber zuletzt ist der Verbrauch wieder gestiegen, auch 2025, nun sind es fast 55 Kilogramm. Dabei empfehlen Ernährungswissenschaftler weit weniger. Die Eat-Lancet-Kommission etwa, die auch Umweltaspekte einbezieht, kommt auf rund 16 Kilogramm im Jahr.

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