MeinungErtrunkeneDer Badesee ist ein schlechter Ort, um seine Kräfte zu messen

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Kommentar von Mareen Linnartz

Lesezeit: 2 Min.

Ein Junge springt in Utting von einem hölzernen Sprungturm in den Ammersee – und filmt sich dabei.
Ein Junge springt in Utting von einem hölzernen Sprungturm in den Ammersee – und filmt sich dabei.
Sven Hoppe/dpa

In diesem Juni kamen so viele Menschen in Deutschland in Gewässern ums Leben wie seit 23 Jahren nicht mehr. Die allermeisten waren Männer. Warum? Das hat auch damit zu tun, was als männlich gilt.

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Es kommen jetzt ein paar heißere Tage, und was gibt es Schöneres, als abzutauchen, in den Seen, Flüssen, Freibädern; ein Sprung ins Wasser, schon kühlt sich der erhitzte Körper ab, werden die Gedanken klarer. Inmitten dieser sommerlichen Unbeschwertheit an die Schattenseiten der Sehnsucht nach dem kühlen Nass zu erinnern, hat etwas leicht Spielverderberisches, und doch: Es muss sein. Denn noch nie seit mehr als 20 Jahren ertranken in einem Juni in Deutschland mehr Menschen als im vergangenen – 99, um genau zu sein. Die allermeisten, 90 Prozent, waren Männer.

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