MeinungEntwicklungszusammenarbeitDas kann sich für Deutschland noch rächen

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Kommentar von Joachim Käppner

Lesezeit: 1 Min.

Da hilft ihr wohl kein Bitten und Flehen: Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan wird mit weniger Geld auskommen müssen.
Da hilft ihr wohl kein Bitten und Flehen: Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan wird mit weniger Geld auskommen müssen. Bernd von Jutrczenka/dpa

Die Bundesrepublik muss sparen – und tut dies unter anderem auf Kosten der Ärmsten der Welt. Welch eine verhängnisvolle Entwicklung.

In fast keiner außenpolitischen Sonntagsrede fehlt der Hinweis, der Westen, Europa, auch Deutschland als Staat müsse alles tun, „um die Fluchtursachen zu bekämpfen“. Es gelte also zu verhindern, dass Menschen aus Krisenregionen flüchten, indem man durch gezielte Hilfe verhindert, dass ihre Herkunftsländer überhaupt Krisenregionen werden. So unbestreitbar korrekt dieser Gedanke ist, so wohlfeil klingt seine beliebige Verwendung leider auch oft, weil ihm häufig keine entsprechenden Taten folgen. Das eindrucksvollste Beispiel, indem es tatsächlich gelang, Fluchtursachen auf zivile Weise zu beseitigen, war der Marshallplan der USA für Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Er schuf erst die Voraussetzung dafür, dass Europa aus den Trümmern auferstand und statt neuer Kriege und Feindschaften eine Sphäre des Friedens und Wohlstands entstand.

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