Gesellschaft:Niemand wird als Antisemit geboren

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Am 9. November 1938 wurden in ganz Deutschland jüdische Geschäfte, Gotteshäuser und andere Einrichtungen in Brand gesetzt - daran erinnert diese Gedenktafel in Berlin. (Foto: Fabian Sommer/dpa)

Der Bundestag erinnert an die Pogromnacht vom 9. November 1938 und ist sich einig: Nie wieder darf Hass auf Juden einen Platz in Deutschland finden. Wie dieses Ziel zu erreichen ist? Da ist es vorbei mit der Einigkeit.

Kommentar von Johanna Pfund

Da waren sich die Rednerinnen und Redner bei der Bundestagsdebatte zur Erinnerung an die Pogromnacht des 9. November 1938 und zum Schutz jüdischen Lebens in Deutschland grundsätzlich einig: Nie wieder dürfe Hass auf Juden einen Platz in Deutschland haben, und das Land stehe fest zu Israel. Wie sich auch alle darauf verständigen konnten, dass nach den antisemitischen Demonstrationen der vergangenen Wochen in Deutschland dringend Handlungsbedarf besteht. Nur über das richtige Vorgehen gingen die Meinungen der Fraktionen auseinander, wie sich an den zwei vorliegenden, unterschiedlichen Entschließungsanträgen der Koalition sowie der CDU/CSU-Fraktion zeigte. Dabei geht es im Grunde nur um Nuancen, die angesichts der gemeinsam verkündeten Ziele im Kampf gegen den Antisemitismus ausgeräumt werden könnten und sollten.

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