MeinungDeutsch-polnisches VerhältnisJetzt fehlt schon der Mut, an Mutige zu erinnern

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Kommentar von Viktoria Großmann

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Gedenkfeier in Breslau anlässlich des 60. Jahrestags der Versöhnungsbotschaft polnischer an deutsche Bischöfe: Beiderseits fehlten hochrangige Politiker.
Gedenkfeier in Breslau anlässlich des 60. Jahrestags der Versöhnungsbotschaft polnischer an deutsche Bischöfe: Beiderseits fehlten hochrangige Politiker. Rafael Ledschbor

„Wir vergeben und bitten um Vergebung“, das schrieben 1965 polnische Bischöfe an ihre deutschen Amtsbrüder. Damals ein Tabu, mitten im Kalten Krieg. Heute ist der Regierung Tusk selbst eine Gedenkfeier aus Anlass dieses Briefs zu heikel.

Auch heute noch, 60 Jahre später, ist die Botschaft der polnischen Bischöfe an ihre deutschen Amtsbrüder anrührend in ihrer Großherzigkeit. „Wir vergeben und bitten um Vergebung“, schrieben sie 1965 am Ende eines mehrere Seiten langen Briefs. Der auch beschreibt, wie die Deutschen im Zweiten Weltkrieg ihr Nachbarland verwüsteten, systematisch die Eliten ermordeten, darunter viele Geistliche. Millionen Menschen starben unter deutscher Besatzung in Polen.

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Polen und Deutschland
:„Wir vergeben und bitten um Vergebung“

Wie ein Brief polnischer Bischöfe an ihre deutschen Brüder zur Inspiration für Willy Brandts Kniefall in Warschau wurde – und warum er heute wieder umstritten ist.

SZ PlusVon Viktoria Großmann

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