Für die Menschen, die heute in dem Alter sind, eigene Kinder zu bekommen, gelten andere Gewissheiten als noch für ihre Eltern: Der Klimawandel ist nicht mehr nur eine ferne Idee, vor der Wissenschaftler warnen, er ist spürbar geworden. Dass die Rente im Alter nicht reichen wird, ist weniger eine Angst als eine hohe Wahrscheinlichkeit. Das Versprechen, dass man sich durch Arbeit irgendwann ein Haus leisten kann, hat sich vielerorts zwischen steigenden Mieten und Immobilienpreisen in Luft aufgelöst. Dass eine in Teilen rechtsextreme Partei bei der nächsten Bundestagswahl die stärkste Kraft werden könnte, ist nicht mehr ausgeschlossen. Und dann ist da noch die Aussicht auf eine Zukunft, in der Krieg wieder mehr ist als eine Erzählung der Großeltern und ein Kapitel im Geschichtsbuch. Immer öfter ist unter den zwischen 25- und 35-Jährigen die Frage zu hören, ob man Kinder nicht nur bekommen will, sondern überhaupt noch bekommen soll.
MeinungDemokratieDie jungen Menschen werden gebraucht. Warum also handelt die Politik nicht danach?

Kommentar von Sara Maria Behbehani
Lesezeit: 3 Min.

Ob Wehrpflicht, Arbeitsmarkt oder die nächsten Wahlen: Dieser Gesellschaft muss daran gelegen sein, dass die Jugend nicht den Glauben an ihr Land und an die Zukunft verliert. Was geschehen müsste.
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