MeinungPrantls BlickWenn die Demokratie böse Überraschungen bereithält

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Von Heribert Prantl

Lesezeit: 3 Min.

Adolf Hitler bei seiner ersten Rundfunkansprache an das deutsche Volk als Reichskanzler nach der Machtergreifung am 1. Februar 1933.
Adolf Hitler bei seiner ersten Rundfunkansprache an das deutsche Volk als Reichskanzler nach der Machtergreifung am 1. Februar 1933.
Scherl/Süddeutsche Zeitung Photo

Was ist dann zu tun? 81 Jahre nach der Befreiung vom Nationalsozialismus befindet sich Deutschland in der Situation eines ehemaligen Alkoholikers; wenn der wieder zur Flasche greift, wird es gefährlich.

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„Manchmal hält die Demokratie böse Überraschungen bereit.“ So schreibt Simon Gronowski über Hitlers Wahlerfolge in der Weimarer Republik, über dessen Machtübernahme im Jahr 1933 und über die Schrecklichkeiten, die dann folgten. Simon Gronowski ist ein 94-jähriger belgischer Rechtsanwalt, dessen Buch „Absprung ins Leben. Plädoyer für den Frieden“ soeben auf Deutsch erscheint. Gronowski ist 1943, als Elfjähriger, angeleitet von seiner Mutter, aus dem 20. Deportationszug nach Auschwitz gesprungen. Es war ein Transport, der von der SS-Sammellager-Kaserne Mechelen ausging, ein Transport mit mehr als 1600 jüdischen Männern, Frauen und Kindern. Nur ganz wenige haben überlebt, Simon Gronowski ist einer von ihnen. Seine Mutter und seine Schwester wurden in Auschwitz ermordet.

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