Das aktuelle Lexikon:Materialwissenschaft

Eine Disziplin, die überall Anwendung findet: in der Medizintechnik, der Metallindustrie und nicht zuletzt im Weltraum.

Von Paul Munzinger

Klar, Astronauten wie Matthias Maurer, der in der Nacht auf Freitag die Internationale Raumstation (ISS) erreichte, ziehen Ruhm und Aufmerksamkeit auf sich. Doch der wahre Star der Raumfahrt ist nicht der Mensch, sondern das Material. Freunde der Zeichentrickserie "Die Simpsons" wissen das. Als Homer Simpson einmal ins All fliegt und dort die Crew vor dem sicheren Tod durch Verglühen rettet, wird hinterher nicht etwa Homer Simpson gefeiert, im offenen Wagen durch die Stadt kutschiert und auf den Titel des Time-Magazins gedruckt. Sondern die seelenlose Stange aus Carbon, mit der es ihm (selbstverständlich durch Zufall) gelungen war, die Außentür des Space Shuttle zu reparieren (die er zuvor selbstverständlich selbst zerstört hatte). Matthias Maurer hat für einen Job im All also genau das richtige Fach studiert: Materialwissenschaften. Es handelt sich dabei, wie Maurers Alma Mater, die Universität des Saarlandes, auf ihrer Homepage ausführt, um "eine Disziplin im Spannungsfeld von Physik, Chemie und Biologie einerseits und den Ingenieurwissenschaften andererseits". Konkret sucht die Materialwissenschaft nach Wegen, Materialien wie Stahl, Keramik, Plastik oder Carbon zu erforschen und zu verbessern. Gebraucht werden diese Fähigkeiten fast überall, von der Medizintechnik über den Autobau bis zur Metallindustrie. Und nicht zuletzt in der Raumfahrt.

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