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Corona-Politik:Es wird ein harter Winter

Intensive care at St.-Antonius-Hospital in Eschweiler

Heute handelt es sich, nach allem, was man weiß, bei dem Virus wieder um eine bundesweite Bedrohung, die bereits schneller um sich greift als erwartet: In einem Krankenhaus wird ein Intensivbett vorbereitet.

(Foto: REUTERS)

Die Zahlen steigen wieder. Um die Pandemie zu bekämpfen, müssen in den kommenden Monaten alle einen Teil ihrer Freiheiten aufgeben. Das sollten Politiker den Bürgern ehrlich sagen, statt ständig die Regeln zu ändern.

Kommentar von Kristiana Ludwig, Berlin

Zum undankbaren Teil des Politikerdaseins gehört es, den Bürgern schlechte Nachrichten zu überbringen. Und leider entstehen in dieser Pandemie nicht nur Heldengeschichten von Krisenmanagement und Sozialpolitik. Der Streit um das Beherbergungsverbot, der zu einem Regelungswirrwarr zwischen den Bundesländern geführt hat, entstand auch, weil Regierende unangenehme Botschaften vermeiden wollten. Für viele Deutsche fühlt es sich besser an, wenn nur die Bewohner aktueller Corona-Hotspots Sanktionen spüren - wenn feierwütige Großstädter zu Hause bleiben, während brave Landmenschen in den Herbsturlaub fahren dürfen. Doch dieses Virus kümmert sich weder um Gerechtigkeit noch um Landkreisgrenzen. Es interessiert sich auch nicht dafür, dass die Vermittlung von Infektionsschutz für Politiker desto schwieriger geworden ist, je länger diese Krise andauert.

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