Corona-Kommunikation:Wer sich auf Impfverweigerer einschießt, lenkt von eigenen Versäumnissen ab

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Coronavirus - Impfen

Einen Versuch ist es wert: Mit auf Pappe gemalten Appellen versuchen Bürger, bei Querdenker-Demonstrationen ein paar Impfwillige zu finden.

(Foto: Christoph Schmidt/picture alliance/dpa)

Weihnachten 2020 könnte sich wiederholen. Aber zu diesem Gefühl der Ermüdung und Ernüchterung kommt noch ein anderes - das nämlich, nicht gesehen zu werden. Es ist jetzt Zeit für klare Ansagen: Impfpflicht statt mäkeliger Diskussionen über Moderna.

Kommentar von Mareen Linnartz

Manche Wahrheiten sind so offensichtlich, dass man manchmal vergisst, an sie zu erinnern. Eine Wahrheit in diesen immer trüber werdenden Tagen ist: Die meisten Deutschen, nämlich annähernd 70 Prozent, sind doppelt geimpft, sie machen mit beim Versuch, die Pandemie zu beenden, krempeln die Ärmel hoch und halten sich an die allermeisten Regeln. Dass sich dieser Einsatz nicht wirklich gelohnt zu haben scheint, ist frustrierend und voller Déjà-vu-Effekte: Ach, in der Wintermanteltasche steckt ja noch die Maske vom Vorjahr! Setze ich die mal wieder auf. Weihnachten 2021? Könnte eine Wiederauflage des Festes von 2020 werden, also, um RKI-Chef Lothar Wieler zu zitieren, womöglich "sehr schlimm".

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