Corona:Die politische Debatte gefällt nur dem Virus

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Corona: Die Impfpflicht bleibt ein kontroverses politisches Thema, hier eine Demonstration von Gegnern in Düsseldorf.

Die Impfpflicht bleibt ein kontroverses politisches Thema, hier eine Demonstration von Gegnern in Düsseldorf.

(Foto: Christoph Hardt/imago)

Die pandemische Lage mag sich durch Omikron leicht entspannt haben. Doch spätestens im Herbst dürfte das nächste Pandemie-Kapitel aufgeschlagen werden. Wenn eine Impfpflicht dann wirken soll, muss der Bundestag sie jetzt beschließen.

Kommentar von Christina Berndt

Eigentlich sollte die allgemeine Impfpflicht gerade das beherrschende Thema in Deutschland sein. Für den Februar war die erste Lesung angekündigt, Ende des Monats hätte es die Impfpflicht nach den ursprünglichen Plänen von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bereits geben sollen. Doch gerade wird die Debatte über die allgemeine Impfpflicht von der schrillen Debatte über eine allgemeine Öffnungspflicht übertönt. Und die unseligen Attacken aus Bayern und dem Saarland gegen die längst beschlossene Impfpflicht für Personal in Altenheimen und Krankenhäusern verstärken die Dissonanzen noch. Aus all dem kann die Bevölkerung nur eines schließen: dass Impfen nicht mehr so wichtig ist. Es ist ein Schluss, der nur dem Virus gefallen kann.

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