MeinungFall Christian UlmenMänner jetzt unter Generalverdacht zu stellen, das ist sexistisch

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Kommentar von Sara Maria Behbehani

Lesezeit: 3 Min.

Zum Beispiel in Köln am vergangenen Samstag: ein Schild bei einer Demonstration, das derzeit die Stimmung ganz gut ausdrückt.
Zum Beispiel in Köln am vergangenen Samstag: ein Schild bei einer Demonstration, das derzeit die Stimmung ganz gut ausdrückt. Christoph Hardt/IMAGO

Die Vorwürfe von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann haben völlig zu Recht breites Entsetzen ausgelöst. Aber daraus zieht ein Teil der Gesellschaft einen Schluss, den er im Umgang mit Minderheiten niemals akzeptieren würde.

Wenn ein Mensch mit Migrationshintergrund eine schwere Straftat begeht, sind die Reaktionen vorhersehbar. Von rechts wird geplärrt: Flüchtlinge raus. Und der aufgeklärte Teil der Gesellschaft warnt – zum Glück – davor, daraus eine Kollektivschuld zu konstruieren; also etwa wegen der Tat eines Islamisten die Muslime insgesamt in Mithaftung zu nehmen. In diesen Tagen aber ist alles anders. Gerade im aufgeklärten, sich selbst als progressiv empfindenden Teil der Öffentlichkeit scheint die Fähigkeit zur Differenzierung abhandengekommen zu sein. Nicht dort, wo es um Minderheiten geht. Aber dort, wo es um die Hälfte der Bevölkerung geht: Männer.

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