Militärmanöver:Der Konflikt zwischen China und Taiwan geht auch Deutschland an

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Begegnung auf dem Wasser: Der taiwanesische Lenkwaffenzerstörer "Ma Kong DDG1805" (li.) in der Nähe des chinesischen Lenkwaffenzerstörers "Xi'an DDG15", nicht weit von Taiwan entfernt. Seit Donnerstagmorgen hält China Manöver in der Taiwanstraße ab. (Foto: Uncredited/Taiwan Ministry of National Defense/AP/dpa)

Peking demonstriert wieder einmal seine Macht vor der Inselrepublik und offenbart so, wie sich das Land unter Xi Jinping verändert hat. Das kann Berlin nicht gleichgültig sein.

Kommentar von Florian Müller

Mit Dutzenden Kampfjets und Kriegsschiffen hat das autoritäre China gerade die Blockade der demokratischen Inselrepublik Taiwan geübt. Es sollte chinesischen Staatsmedien zufolge eine "Strafe" sein für die Antrittsrede des taiwanischen Präsidenten Lai Ching-te, der ein noch schlimmerer "Separatist" sein soll als seine Vorgängerin Tsai Ing-wen. Ob Lai in seiner Rede tatsächlich "provokanter" war als seine Amtsvorgänger, darüber streiten sich die Analysten. Doch eigentlich ist ziemlich egal, was Lai gesagt hat. Denn solange Taiwan beweist, dass Chinesen auch Demokratie können statt Diktatur, wird die Kommunistische Partei nach dem Ende der taiwanischen Republik trachten. Für die westlichen Staaten kann dies nur bedeuten, Taiwan in diesem Konflikt der Systeme zu unterstützen - und sich selbst unabhängiger zu machen von Peking.

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