MeinungCeutaDiese 72 Toten sind der Welt egal

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Kommentar von Sara Maria Behbehani

Lesezeit: 1 Min.

Ein Schuh ist übrig geblieben: Etliche Menschen sind beim Versuch ertrunken, nach Ceuta zu gelangen.
Ein Schuh ist übrig geblieben: Etliche Menschen sind beim Versuch ertrunken, nach Ceuta zu gelangen.
Violeta Santos Moura/Reuters

Schicksale verschwinden hinter Wörtern wie „Massenandrang“, „Ansturm“ oder „Angriff“. Die Lehre der vergangenen Tage ist: Hautfarbe und Herkunft entscheiden wieder darüber, ob ein Mensch überhaupt als Mensch gesehen wird.

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Im Hauptgebäude der Vereinten Nationen in New York sind die Worte eines persischen Dichters angebracht: „Die Kinder Adams sind aus einem Stoff gemacht“, steht da. So hat es Saadi im 13. Jahrhundert verfasst. Es ist ein kurzes Gedicht, nicht mehr als sechs Zeilen lang. Und doch so klar in dem, was es herausstellt: Die Einheit der Menschen, die Betonung von Mitgefühl. „Ein Mensch, den nicht die Not der Menschenbrüder rührt, verdient nicht, dass er noch des Menschen Namen führt.“

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