MeinungNordrhein-WestfalenNiemals nie

Kommentar von Christian Wernicke, Düsseldorf

Lesezeit: 1 Min.

Hendrik Wüst ist jung, fotogen, flexibel und natürlich auch Regierungschef in Düsseldorf. Mit letzterer Eigenschaft hat er bisher am wenigsten Eindruck hinterlassen.
Hendrik Wüst ist jung, fotogen, flexibel und natürlich auch Regierungschef in Düsseldorf. Mit letzterer Eigenschaft hat er bisher am wenigsten Eindruck hinterlassen. Rolf Vennenbernd/dpa

Hendrik Wüst ist der CDU-Aufsteiger des Jahres. Und darum schweigt der NRW-Ministerpräsident so provozierend zu Gerüchten um seine Ambitionen als Kanzlerkandidat.

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Legenden wirken - je älter, umso doller. Vor zehn Jahren, im November 2013, platzte Hannelore Kraft, der sozialdemokratischen Vorvorgängerin des heutigen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU), der Kragen. Nordrhein-Westfalens Landesmutter verwahrte sich damals gegen Gerüchte, sie wolle Kanzlerkandidatin der SPD werden: "Nie, nie", so rief sie ihren Genossen zu, werde sie in die Bundespolitik wechseln. Kurz darauf begann das Elend jenes Niedergangs, der Kraft und die Roten 2017 die Macht am Rhein kostete. Weshalb dort seither die Mär umgeht: Wer "Nie" ruft nach Berlin, verliert daheim in Düsseldorf bald Amt und Würden.

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