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Kanzlerkandidatur:Söder setzt die Union einem gewaltigen Risiko aus

CSU-Präsidiumssitzung - Pressekonferenz

Markus Söder, CSU-Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, bei einer virtuellen Pressekonferenz nach der CSU-Präsidiumssitzung.

(Foto: Peter Kneffel/dpa)

Integer? Ja. Inspirierend? Nein. Markus Söders Bedenken gegen CDU-Chef Armin Laschet sind nachvollziehbar. Doch wie er sich jetzt widersetzt, spricht nicht für ihn.

Kommentar von Nico Fried

Armin Laschet also. Nach Lage der Dinge hat es trotz allem zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass er die Union in den Wahlkampf führen wird. Markus Söder war bereit zur Kandidatur, wenn die CDU ihn gerufen hätte. Aber sie ruft nicht. Die CDU-Führung hat sich hinter ihren Vorsitzenden gestellt. Der CSU-Chef erfindet nun zwar immer neue Kategorien, wessen Votum letztlich entscheiden soll. Aber Söder brüskiert damit nicht nur viele CDU-Kollegen. Er riskiert auch, dass eine ohnehin schon gebeutelte Union über dieser Personalfrage endgültig auseinanderbricht.

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