MeinungKanzlerkandidaturSöder setzt die Union einem gewaltigen Risiko aus

Kommentar von Nico Fried

Lesezeit: 3 Min.

Markus Söder, CSU-Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, bei einer virtuellen Pressekonferenz nach der CSU-Präsidiumssitzung.
Markus Söder, CSU-Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, bei einer virtuellen Pressekonferenz nach der CSU-Präsidiumssitzung. Peter Kneffel/dpa

Integer? Ja. Inspirierend? Nein. Markus Söders Bedenken gegen CDU-Chef Armin Laschet sind nachvollziehbar. Doch wie er sich jetzt widersetzt, spricht nicht für ihn.

Armin Laschet also. Nach Lage der Dinge hat es trotz allem zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass er die Union in den Wahlkampf führen wird. Markus Söder war bereit zur Kandidatur, wenn die CDU ihn gerufen hätte. Aber sie ruft nicht. Die CDU-Führung hat sich hinter ihren Vorsitzenden gestellt. Der CSU-Chef erfindet nun zwar immer neue Kategorien, wessen Votum letztlich entscheiden soll. Aber Söder brüskiert damit nicht nur viele CDU-Kollegen. Er riskiert auch, dass eine ohnehin schon gebeutelte Union über dieser Personalfrage endgültig auseinanderbricht.

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:Ein Spektakel namens Kanzlerkandidatur

Armin Laschet oder Markus Söder? Nun ist immerhin eines klar: Beide wollen Kanzler werden. Doch nicht einmal mehr ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl haben sich die Schwesterparteien in einen schier unauflöslichen Konflikt manövriert.

SZ PlusVon Stefan Braun und Boris Herrmann, Berlin

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