MeinungBundestagDer Fehler lag nicht in den Regeln der Wahl. Er lag im Verhalten der Union

Portrait undefined Wolfgang Janisch

Kommentar von Wolfgang Janisch, Karlsruhe

Lesezeit: 3 Min.

Richter am Bundesverfassungsgericht: Dieses Bollwerk der Rechtsstaatlichkeit muss aktiv verteidigt werden, durch die Gemeinsamkeit der Demokraten.
Richter am Bundesverfassungsgericht: Dieses Bollwerk der Rechtsstaatlichkeit muss aktiv verteidigt werden, durch die Gemeinsamkeit der Demokraten.
Uli Deck/dpa

Sollte die Richterwahl reformiert werden? Verbesserungen sind nach dem Wahldesaster um die von der SPD nominierte Frauke Brosius-Gersdorf denkbar. Allerdings ist vor einem Missverständnis zu warnen.

SZ bei Google bevorzugen

Die SPD hat einen neuen Vorschlag für Karlsruhe, eine Kandidatin, deren Namen vorerst nicht genannt werden soll. Weil solche Ankündigungen zuverlässig die Neugierde anheizen, kursiert inzwischen Katarina Barley als mögliche Richterin, die Vizepräsidentin des Europaparlaments – noch weiß man nichts Genaues. So ist es immer gewesen, wenn Personal fürs Bundesverfassungsgericht gesucht wurde. Namen leuchten auf, manche verblassen wieder, irgendwann haben sich die Richtermacher geeinigt. Insofern wäre die gute Nachricht an den neuen Spekulationen, dass die Richterwahl wieder zu ihrer halb diskreten, halb öffentlichen Normalität zurückgekehrt ist.

Zur SZ-Startseite

SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:Wenn rechte Hetze wirkt: Was vom Fall Brosius-Gersdorf bleibt

Die Juristin will nicht mehr fürs Bundesverfassungsgericht kandidieren. Doch vorbei ist die Causa damit längst nicht.

Von Ann-Marlen Hoolt und Katharina Riehl

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: